
Griffige Übungen, anschauliche Beispiele. - Es gibt ein paar Dinge, die mir nicht passen: Er erklärt die zugrunde gelegten Daten nicht gut genug: Wo kommen die gleich her?! Wie runterladen?! Was heißen die doch gleich?! Klar, die Antwort auf die Frage bekommt ein ganzes Kapitel voller Formeln im Buch, aber die Antwort geht im Formelwust eher unter. Und wer zum Geier die Daten erhoben hat, steht da überhaupt nirgends.Dann benutzt er diese Software, um die Daten zu analysieren. Mein Dozent schwört auf Gnu R, ich auf Mathematica und ich wette andere haben ihre eigene Softwarepräferenz ... aber musste es so ein Exot sein?! Bei den Literaturempfehlungen fallen ihm nur unkommentierte Listen mit deutlichem Hang zu seinen eigenen Büchern ein – gehts noch etwas scham- und wertloser? Andere Rezensenten beklagen sich über die mathematische Herangehensweise. Hier ist eine große Überraschung: Statistik ist Mathematik! Und tatsächlich fordert Hackl überraschend wenig Vorwissen. Man kann diesen Stoff vermutlich nicht darstellen, ohne vom Leser etwas lineare Algebra und elementare Statistik zu verlangen. Und das gelingt ihm fantastisch! Ehrlich! Das Anschauliche nach vorn, die Ausarbeitung der Rechnungen ein paar Seiten nach hinten: Man bekommt richtig Lust, das Zeug selbst zu rechnen. Die Auswahl der Übungsaufgaben ist fantastisch. Ich habe alle von vorn bis hinten (mit Mathematica statt seiner merkwürdigen Exotensoftware) durchexerziert und es ist nichts ernsthaft schwierig, alles ist sehr griffig und man bekommt keine Langeweile. Der Preis ist hoch. Es ist ja kein Geheimhis, dass vor allem Studenten so Zeug lesen: Muss man wirklich an Studenten reich werden?! Zahlt die heimische Uni nicht gut genug?!
Es gibt besseres - Als Student der Volkswirtschaft mit dem Schwerpunkt Ökonometrie muss ich leider sagen, dass dieses Lehrbuch zur Ökonometrie das mit Abstand schlechteste ist, welches ich je gelesen habe. Die Beispielaufgaben sind zum größten Teil fernab jeder ökonomischen Theorie. Des weiteren sind die Herleitungen von Testverfahren kanpp gehalten bzw. nicht vorhanden. Auf Probleme in den Anwendungen wird teilweise nicht hingewiesen und wenn doch, dann nur sehr knapp, so dass das Verständnis leidet. Um einen Überblick zu bekommen, was es in der Ökonometrie alles gibt ist das Buch bedingt in Ordnung. Wenn man aber wissen will, was man wann mit welchen Daten machen darf und welche Probleme es dabei gibt, so würde ich zum Lehrbuch Ökonometrie von Horst Rinne raten. Zwar ist der Umfang dieses Werkes geringer aber dafür präziser. Zur Erweiterung ist der Greene geeignet.
ökonomisch nicht immer sinnvoll - Hackls Einführung ist für den geeignet, der besonders an den technischen (=mathematischen) Aspekten der Ökonometrie interessiert ist. Den Anspruch eines guten, didaktisch und ökonomisch sinnvollen Einführungstextes erfüllt Hackl nicht. Die Beispiele, die selbstständig über EViews errechnet werden sollen, sind ökonomisch teilweise völlig un-plausibel, die auf der zum Buch gehörigen Homepage bereitgestellten Lösungsskizzen aus ökonomischer Sicht ebenfalls nicht überzeugend. Die Einführung in Eviews ist verständlicherweise bei Hackl knapp, aber keineswegs perfekt. Als weiterführender Text vielleicht brauchbar, für den Anfänger keineswegs zu empfehlen. Hier bieten sich Standardwerke von z.B. von Auer oder R.Carter Hill/William E. Griffiths/ George G. Judge (2001) an. Carter et al. verwenden ebenfalls EViews zur Visualisierung und Übung des Stoffes und das in einer deutlich besseren Qualität als Hackl. Ebenso gibt es für die Vertiefung von Ökonometrie bessere und sinnvollere Bücher auf dem Markt, wie z.B. Johnston/DiNardo (1997).
Hackl kennt sich aus - Ich studiere Volkswirtschaft und für meine Ökonometrievorlesungen habe ich ein Buch gesucht, das als Nachschlagewert wie auch zum Selbststudium dient.Hackl hat auf alle fälle viel Stoff in sein Buch gebracht.Aufbereitet ist der Stoff allerdings eher formal - zum Selbststudium kaum bis gar nicht geeignet.Das Buch hat es kaum geschafft, dass ich in Ökonometrie wirklich weiter komme. Doch sollte ich es einmal schaffen ökonometrische Berechnungen durchzuführen, wird es als Nachschlagewerk sicher brauchbar sein
Sehr gut! - Das Buch ist wirklich sehr gut: umfangreich, aber doch präzise und verständlich. ABER: was vorausgesetzt (und deshalb auch kaum erklärt wird) sind schon vorhandenes statistisches Wissen/Können und einige allgemeine Mathematikkentnisse (Matrizen u.ä.). Das Buch ist eben eine Ökonometrie und keine Statistik Einführung- wer also noch nie etwas von Standardabweichung oder Erwartungswert gehört hat, wird die einzelnen Schritte kaum nachvollziehen können. Für die Geübteren ist es aber eben umso mehr geeignet, weil kaum mehr Zeit und Platz für elementares statistisches Wissen verschwendet wird.